Entenschnabelaale

Entenschnabelaale
Venefica tentaculata

Venefica tentaculata

Systematik
Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse: Neuflosser (Neopterygii)
Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Kohorte: Elopomorpha
Ordnung: Aalartige (Anguilliformes)
Familie: Entenschnabelaale
Wissenschaftlicher Name
Nettastomatidae

Die Entenschnabelaale (Nettastomatidae) (Griechisch, netta, nessa = Ente, stoma = Maul) leben in tropischen und subtropischen Bereichen des Atlantik, Pazifik und im Indischen Ozean über Schlammboden.

Merkmale

Entenschnabelaale werden 20 bis 110 Zentimeter lang. Sie haben 190 bis 280 Wirbel und eine sehr langgestreckte Gestalt. Der Kopf ist lang und schmal. Das Maul groß und tief gespalten. Die Zunge ist flächig angewachsen. Der Schwanz ist lang und spitz. Bei allen Arten, außer denen der Gattung Hoplunnis, haben adulte Tiere keine Brustflossen. Entenschnabelaale pflanzen sich wahrscheinlich während des gesamten Jahres fort. Die Larve einer Art wurde als Leptocephalus longirostris als eigenständige Art beschrieben.

Gattungen und Arten

Hoplunnis diomediana
Hoplunnis macrura
Nettastoma parviceps
Nettenchelys taylori
Kopf von Venefica proboscidea
  • Gattung Facciolella Whitley, 1938
    • Facciolella castlei Parin & Karmovskaya, 1985.
    • Facciolella equatorialis (Gilbert, 1891).
    • Facciolella gilbertii (Garman, 1899).
    • Facciolella karreri Klausewitz, 1995.
    • Facciolella oxyrhyncha (Bellotti, 1883).
    • Facciolella saurencheloides (D'Ancona, 1928).
  • Gattung Hoplunnis Kaup, 1860
    • Hoplunnis diomediana Goode & Bean, 1896.
    • Hoplunnis macrura Ginsburg, 1951.
    • Hoplunnis megista Smith & Kanazawa, 1989.
    • Hoplunnis pacifica Lane & Stewart, 1968.
    • Hoplunnis punctata Regan, 1915.
    • Hoplunnis schmidti Kaup, 1860.
    • Hoplunnis sicarius (Garman, 1899).
    • Hoplunnis similis Smith, 1989.
    • Hoplunnis tenuis Ginsburg, 1951.
  • Gattung Leptocephalus
    • Leptocephalus bellottii D'Ancona, 1928.
  • Gattung Nettastoma Rafinesque, 1810
    • Nettastoma falcinaris Parin & Karmovskaya, 1985.
    • Nettastoma melanurum Rafinesque, 1810.
    • Nettastoma parviceps Günther, 1877.
    • Nettastoma solitarium Castle & Smith, 1981.
    • Nettastoma syntresis Smith & Böhlke, 1981.
  • Gattung Nettenchelys Alcock, 1898
    • Nettenchelys dionisi Brito, 1989.
    • Nettenchelys erroriensis Karmovskaya, 1994.
    • Nettenchelys exoria Böhlke & Smith, 1981.
    • Nettenchelys gephyra Castle & Smith, 1981.
    • Nettenchelys inion Smith & Böhlke, 1981.
    • Nettenchelys paxtoni Karmovskaya, 1999.
    • Nettenchelys pygmaea Smith & Böhlke, 1981.
    • Nettenchelys taylori Alcock, 1898.
  • Gattung Saurenchelys Peters, 1864
    • Saurenchelys cancrivora Peters, 1864.
    • Saurenchelys cognita Smith, 1989.
    • Saurenchelys fierasfer (Jordan & Snyder, 1901).
    • Saurenchelys finitimus (Whitley, 1935).
    • Saurenchelys lateromaculatus (D'Ancona, 1928).
    • Saurenchelys meteori Klausewitz & Zajonz, 2000.
    • Saurenchelys stylura (Lea, 1913).
  • Gattung Venefica Jordan & Davis, 1891
    • Venefica multiporosa Karrer, 1982.
    • Venefica ocella Garman, 1899.
    • Venefica proboscidea (Vaillant, 1888).
    • Venefica procera (Goode & Bean, 1883).
    • Venefica tentaculata Garman, 1899.

Entenschnabelaale sind fossil für das mittlere Eozän nachgewiesen. Sie sollen am nächsten mit der Gattung Uroconger aus der Familie der Meeraale (Congridae) verwandt sein.

Literatur

Weblinks

 Commons: Entenschnabelaale – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

21.06.2021
Neurobiologie
Wählerische Nervenzellen
Der visuelle Thalamus ist klassischerweise dafür bekannt, die von der Netzhaut kommenden visuellen Reize an die Großhirnrinde weiterzuleiten.
21.06.2021
Botanik | Genetik | Klimawandel
Gene für Dürreresistenz in Buchen: Hitzesommer überleben oder austrocknen?
Forscherinnen identifizieren Gene für Dürreresistenz in Buchen, aber nicht jeder Baum hat das genetische Rüstzeug für einen Klimawandel.
21.06.2021
Anthropologie | Neurobiologie
Mimik-Erkennung: Warum das Gehirn dem Computer (noch) überlegen ist
Die Corona-Maskenpflicht macht uns derzeit bewusst: Mimik ist eines unserer wichtigsten Kommunikationssignale.
20.06.2021
Physiologie | Paläontologie
Kleiner Elefant hörte tiefe Töne
Der ausgestorbene Zwergelefant Palaeoloxodon tiliensis von der griechischen Insel Tilos besaß offenbar ein ähnliches Hörspektrum wie seine großen, heute lebenden Verwandten.
20.06.2021
Biodiversität | Insektenkunde
In Deutschland Gewinner und Verlierer: Libellen
In den letzten 35 Jahres hat sich die Verteilung der Libellenarten in Deutschland stark verändert.
18.06.2021
Ethologie | Insektenkunde
Die komplexe Organisation einer Ameisenkolonie
Eine vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Studie über räuberische Ameisen erklärt, wie kleine Unterschiede zwischen Einzeltieren die kollektive Organisation der Kolonie verändern.
18.06.2021
Ethologie | Primatologie
Schimpansen-Waisen erholen sich vom Verlust der Mutter
Chronischer Stress könnte ein Grund dafür sein, warum manche Tierwaisen eine kürzere Lebenserwartung haben und weniger Nachkommen bekommen.
18.06.2021
Ökologie | Insektenkunde
Stickstoffüberschuss gefährdet Schmetterlinge
Stickstoff aus Landwirtschaft, Verkehrsabgasen und Industrie bringt Schmetterlinge in der Schweiz in Bedrängnis.
18.06.2021
Insektenkunde | Entwicklungsbiologie
Steinfliegen: Jugend beeinflusst Erwachsenenleben
Die Metamorphose führt bei Insekten meist zu völlig verschieden aussehenden Larven- und Erwachsenenstadien: Schmetterlinge unterscheiden sich etwa drastisch von ihren Jungstadien, den Raupen.
18.06.2021
Ökologie | Vogelkunde
Dramatische Veränderung der Brutvogelgemeinschaft
Im Bonner Stadtteil Dottendorf hat die Zahl der Brutvogelarten in den vergangenen 50 Jahren deutlich abgenommen.
16.06.2021
Genetik
Genome aus ihren Puzzleteilen wieder zusammensetzen
Ein Forscherteam des Friedrich-Miescher-Labors für biologische Arbeitsgruppen hat eine neue Methode zur DNA-Sequenzierung entwickelt, die schnelles und effizientes Aufspüren von genetischer Information ermöglicht.
16.06.2021
Ökologie | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Kleingewässer in Agrarlandschaften stark mit Pestiziden belastet
Pestizide sichern die Erträge in der Landwirtschaft, indem sie schädliche Insekten, Pilze und Unkräuter bekämpfen.