Extatosoma

Extatosoma
Australische Gespenstschrecke (Extatosoma tiaratum), Weibchen

Australische Gespenstschrecke (Extatosoma tiaratum), Weibchen

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Gespenstschrecken (Phasmatodea)
Familie: Phasmatidae
Unterfamilie: Extatosomatinae
Tribus: Extatosomatini
Gattung: Extatosoma
Wissenschaftlicher Name der Unterfamilie
Extatosomatinae
Sellick, 1997
Wissenschaftlicher Name der Tribus
Extatosomatini
Sellick, 1997
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Extatosoma
Gray, R.G., 1833
links die Flechtenform von Extatosoma popa (ehemals Extatosoma popa carlbergi), daneben Extatosoma tiaratum

Extatosoma ist eine Gattung aus der Ordnung der Gespenstschrecken (Phasmatodea). Sie ist die einzige Gattung der Unterfamilie Extatosomatinae und deren Tribus Extatosomatini.

Systematik

Durch die 2008 von Frank H. Hennemann und Oskar V. Conle durchgeführte Revision der orientalischen Phasmatodea wird der Gattung Extatosoma innerhalb der Familie Phasmatidae eine eigene Unterfamilie (Extatosomatinae) mit einer Tribus (Extatosomatini) zugestanden.[1] Nachdem sehr lange von bis zu sechs verschiedenen Arten ausgegangen wurde, unterschied man später nur noch zwei Arten mit jeweils zwei Unterarten:[2][3]

  • Australische Gespenstschrecke (Extatosoma tiaratum)
    • Extatosoma tiaratum tiaratum (MacLeay, 1827)
      (Syn. = Extatosoma hopii Gray, G.R., 1833)
    • Extatosoma tiaratum bufonium Westwood, 1874
      (Syn. = Extatosoma elongatum Froggatt, 1922)
  • Extatosoma popa
    • Extatosoma popa popa Stål, 1875
    • Extatosoma popa carlbergi Beccaloni, 1993

Mittlerweile sind nur noch die beiden als Nominatform betrachteten Unterarten gültig. Alle anderen Namen gelten als synonym und beschreiben nur lokale Varianten.[4]

Merkmale

Beide Vertreter der Gattung sehen sich sehr ähnlich und werden im weiblichen Geschlecht 100 bis 160 mm, im männlichen 75 bis 115 mm lang, wobei die Australische Gespenstschrecke (Extatosoma tiaratum) durchschnittlich etwas kleiner bleibt. Die plumpen Weibchen haben einen sich konisch nach hinten erweiternden Mesothorax. Der Metathorax und das bei eierlegenden Tieren stark verdickte Abdomen sind im Querschnitt zylindrisch. Die Abdominalsegmente fünf bis sieben sind seitlich durch blattartige Lappen (Loben) erweitert, die bei den Weibchen größer sind als bei den Männchen. Bei den Weibchen finden sich auf der Oberseite des Abdomens dünne Stacheln, die bei den heranwachsenden weiblichen Nymphen schon nach der zweiten Häutung zu erkennen sind und somit eine Unterscheidung der Geschlechter ermöglichen. Die Vorderflügel sind in beiden Geschlechtern als nur etwa 1,5 cm lange Tegmina ausgebildet. Bei den Weibchen sind die Hinterflügel (Alae) fast vollständig reduziert. Dagegen sind diese bei den Männchen voll entwickelt und bedecken das Abdomen fast vollständig. Ihr vorderer Bereich, das stärker sklerotisierte Costalfeld, wird in Ruhe schützend über den hinteren Bereich, das Analfeld, gelegt. Das Analfeld ist braun bis schwarzbraun gescheckt. Die Gliedmaßen beider Geschlechter sind blattartig verbreitert und am Rand bedornt. Der Kopf verjüngt sich konisch zur Stirn und trägt eine artspezifische Dornenkrone. Männchen haben auf der Stirn drei Einzelaugen (Ocellen).[3][5][6][7]

Die in der Vergangenheit als Nominatform betrachteten Varianten beider Arten sind meist fast einfarbig. Das Farbspektrum reicht dabei von beige über grüngelb, gelbbraun und rotbraun bis fast dunkelbraun. Die Weibchen sind in der Regel etwas heller als die Männchen. Mit zunehmendem Alter werden die Farben etwas dunkler. Durch diese Färbung und eine entsprechende Körperhaltung imitieren sie welkes Laub nahezu perfekt (Phytomimese). Die Weibchen der jeweils anderen Varianten sind bei beiden Arten wesentlich lebhaften gezeichnet und werden durch ein Fleckenmuster aus eher grünen, schwarzen und weißen Flecken charakterisiert, wodurch sie Flechten oder Moosen ähneln. Nach der Art der Phytomimese werden die einfarbigen Varianten auch als Blattnachahmer oder Blattform, die lebhafter gezeichneten Varianten dagegen als Flechtenformen bezeichnet.[3][5]

Vorkommen und Lebensweise

Extatosoma tiaratum ist heute nur noch in den Tropen und Subtropen von Australien zu finden. Eine für die Flechtenform von Extatosoma tiaratum (früher Extatosoma tiaratum bufonium oder Extatosoma bufonium) von der Lord-Howe-Insel dokumentierte Population ist erloschen. Extatosoma popa ist in Neuguinea heimisch. Flechtenformen sind meist in höheren, weil feuchteren Lagen zu finden.[4][3]

Beide Arten sind polyphage Pflanzenfresser. Zur Nahrungsaufnahme bewegen sich die Tiere vorzugsweise nachts in einem die Windbewegung imitierenden Schaukelschritt langsam über die Nahrungspflanzen. Lediglich die flugfähigen Männchen suchen aktiv, z.T. fliegend nach geschlechtsreifen Weibchen, wobei sie sich an deren Pheromonen orientieren. Nymphen und Weibchen tragen das Abdomen meist skorpionsartig über den Kopf gebogen, was in ersten Linie die Tarnung verbessert, aber auch der Abwehr dient, insbesondere wenn es von klickenden Geräuschen begleitet wird.[3] Außerdem besitzen sie wie die meisten Gespenstschrecken die Fähigkeit, Extremitäten an vorgesehenen Sollbruchstellen zwischen Schenkel (Femur) und Schenkelring (Trochanter) abzuwerfen (Autotomie) und diese bei der nächsten Larvalhäutung teilweise wieder zu ersetzen (Regeneration). Daneben werden verschiedene andere Abwehrmechanismen genutzt. So schaukeln die Tiere etwa auch bei Wind oder wenn sich in der Umgebung etwas bewegt, um welkes Laub im Wind zu imitieren. Weiterhin wird ein als modrig bis toffeeartig riechendes Sekret aus den Wehrdrüsen des Prothorax gesprüht. Imagines und ältere Nymphen schlagen außerdem mit den nach oben gestreckten Hinterbeinen auf Angreifer ein, um diese zwischen Schenkel und Schiene (Tibia) einzuklemmen und mittels der an den Beinrändern befindlichen Dornen zu verletzen bzw. zu erschrecken und verjagen.

frisch geschlüpfte Nymphe der Australischen Gespenstschrecke (Extatosoma tiaratum)

Neben der geschlechtlichen Fortpflanzung sind die Extatosoma-Arten auch zur Parthenogenese fähig. Die zwischen 3,8 und 5,2 mm langen und 2,8 bis 4,8 mm breiten, glänzenden Eier sind von gelblicher Grundfarbe und schwarzbraun marmoriert. Während die Mikropylarplatte von Extatosoma tiaratum auf Höhe der Mikropyle lediglich verbreitert ist, gehen hier bei Extatosoma popa zwei seitliche Äste ab, so dass die Mikropylarplatte ein Kreuz bildet. Die 400 bis 1000 Eier werden von den Weibchen durch eine schnelle Bewegung des Hinterleibs weggeschleudert. Die Capitula auf den Deckeln der Eier haben die gleiche Funktion wie die Elaiosomen der Samen myrmekochorer Pflanzen. Allerdings variieren sie zwischen den Populationen genau wie die Eier selbst sehr stark, genau wie die Eier selbst. Die Feuerameisen der Gattung Leptomyrmex sammeln die Eier angelockt durch die Capitula ein und bringen sie in die Speicherkammern des Ameisennestes. Sehr wahrscheinlich wird hier das Capitulum der Eier verzehrt. Durch das Klima in den Bauten können sich die Nymphen sehr gut und vor allem geschützt entwickeln und schlüpfen dort aus. In den ersten zwei bis drei Tagen sind sie in Verhalten, Körperumriss und Farbe den Feuerameisen sehr ähnlich, so dass sie unversehrt den Ameisenbau verlassen können. Die Entwicklungsdauer der Embryonen in den Eiern beträgt etwa fünf bis neun Monate, in Ausnahmefällen auch bis zu 19 Monate. Schlüpfende Extatosoma tiaratum haben einen dunkelbraune, fast schwarzen Körper, ein weißes Halsband und einen leuchtend orangeroten Kopf. Aus dem Süden von Queensland ist eine Lokalform bekannt, die sich sowohl durch die Eier, als auch durch die Schlüpflinge von diesen unterscheidet. Diese sind sehr hell, haben einen roten Kopf und eine orange Brust (Thorax). Damit ähneln sie den Schlüpflingen der ursprünglich als Extatosoma bufonium bekannt gewordenen Tiere. Diese haben ebenfalls eine hellere, eher rote Brust (Thorax). Schlüpfende Extatosoma popa sind komplett schwarz. Bis sich die männlichen Nymphen nach fünf und die weiblichen nach sechs Häutungen zu Imagines entwickelt haben, vergehen etwa vier bis sechs Monate. Ausgewachsene Männchen erreichen ein Lebensalter von drei bis fünf Monaten. Weibchen leben meist mehr als sechs Monate, aber selten bis zu einem Jahr.[3][2][5][8]

Terrarienhaltung

Die Australische Gespenstschrecke (Extatosoma tiaratum) ist eine der am längste in Zucht befindlichen und nach wie vor bekanntesten Gespenstschrecken überhaupt. Sie gilt als leicht zu züchten und ist u.a. mit Brombeer-, Himbeer-, Johannisbeer-, Rosen-, Eichen-, Buchen-, Rotdorn-, oder Weißdornblättern zu ernähren. Die Phasmid Study Group führt sie unter der PSG-Nummer 9. Wesentlich seltener wird Extatosoma popa, die unter PSG-Nummer 21 geführt wird, gepflegt.[9]

Quellen

  1. Frank H. Hennemann & Oskar V. Conle: Revision of Oriental Phasmatodea: The tribe Pharnaciini Günther, 1953, including the description of the world's longest insect, and a survey of the family Phasmatidae Gray, 1835 with keys to the subfamilies and tribes (Phasmatodea: "Anareolatae": Phasmatidae) (Zootaxa 1906), Magnolia Press, Auckland, New Zealand, 316 pp.; 30 cm. 15 Oct. 2008, ISBN 978-1-86977-271-0 (paperback), ISBN 978-1-86977-272-7 (Online edition) (pdf des Abstracts auf www.mapress.com)
  2. 2,0 2,1 Roy Bäthe, Anke Bäthe & Mario Fuß: Phasmiden, Schüling Verlag, Münster 2009, S. 131-133, ISBN 978-3-86523-073-7
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 Paul D. Brock & Jack W. Hasenpusch: The complete fiel guide to stick and leaf insects of Australia, Csiro Publishing, Collingwood, Australia, 2009, S. 126-128, ISBN 978-0-643-09418-5
  4. 4,0 4,1 Paul D. Brock: Phasmida Species File Online. Version 2.1/4.0 (abgerufen am 14. Oktober 2010)
  5. 5,0 5,1 5,2 Christoph Seiler, Sven Bradler & Rainer Koch: Phasmiden - Pflege und Zucht von Gespenstschrecken, Stabschrecken und Wandelnden Blättern im Terrarium - bede, Ruhmannsfelden 2000, S. 72-73, ISBN 3-933646-89-8
  6. Eugène Bruins: Illustrierte Terrarien Enzyklopädie - Dörfler Verlag, Eggolsheim 2006, S. 74-75, ISBN 978-3-89555-423-0
  7. Siegfried Löser: Exotische Insekten, Tausendfüßer und Spinnentiere - eine Anleitung zur Haltung und Zucht. Ulmer, Stuttgart 1991, S. 43-44, ISBN 3-8001-7239-9
  8. Stephan Schorn: Die Australische Riesengespenstschrecke Extatosom tiaratum, Natur und Tier Verlag, Münster 2009, ISBN 978-3-86659-123-3
  9. www.phasmida.myspecies.info Phasmid Study Group Culture List

Bilder

Weblinks

 Commons: Extatosoma – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference

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