Maclura

Maclura
Färbermaulbeerbaum (Maclura tinctoria)

Färbermaulbeerbaum (Maclura tinctoria)

Systematik
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Maulbeergewächse (Moraceae)
Tribus: Moreae
Gattung: Maclura
Wissenschaftlicher Name
Maclura
Nutt.
Francisco Manuel Blanco, 1880-1883, Illustration von Maclura cochinchinensis.
Seidenraupenbaum (Maclura tricuspidata).

Die Pflanzengattung Maclura gehört zur Familie der Maulbeergewächse (Moraceae). Der Gattungsname Maclura ehrt den amerikanischen Geologen William Maclure (1763 bis 1840).

Beschreibung

Maclura-Arten sind verholzende Pflanzen. Sie wachsen als immergrüne oder laubabwerfende, kleine bis große Bäume, aufrechte bis kletternde Sträucher oder Lianen. Sie enthalten Milchsaft. Alle Maclura-Arten besitzen achselständige, kräftige, gerade und gebogene Sprossdornen, wenigstens so lang sie jung sind. Die wechselständig und spiralig oder zweizeilig angeordneten Laubblätter sind einfach und gestielt. Die einfache Blattspreite ist fiedernervig. Der Blattrand ist glatt. Die zwei Nebenblätter sind nicht verwachsen, darin unterscheiden sie sich von vielen anderen Moraceae.

Maclura-Arten sind zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Die achselständigen Blütenstände sind kopfig, traubig oder ährig. Es befinden sich oft viele Tragblätter an der Basis des Blütenstandes. Die zwei bis vier Deckblätter je Blüte sind mit dem Kelch verwachsen; jedes mit zwei gelben Drüsen. Bei den männlichen Blüten sind die meist vier (selten drei oder fünf) Kelchblätter frei oder höchstens an ihrer Basis verwachsen und die meist vier (selten drei oder fünf) Staubblätter sind gerade. Die weiblichen Blütenstände sind kugelig. Bei den ungestielten weiblichen Blüten sind die fleischigen Kelchblätter frei oder verwachsen und der kurze Griffel endet in einer oder zwei ungleichen Narben.

Bei dem fleischigen und mehr oder weniger kugeligen Fruchtverband sind die Deckblätter und der Kelch vergrößert. Bei den eiförmigen einzelnen Steinfrüchten sieht die Oberfläche muschelartig aus und sie sind von den fleischigen Kelchen eingehüllt. Die Samen sind dünn und fleischig.

Die breiten Keimblätter (Kotyledonen) sind unterschiedlich verdreht und gleich oder ungleich.

Systematik und Verbreitung

Maclura-Arten gibt es in Afrika, Asien, Australien, Nordamerika, den Pazifischen Inseln und Südamerika. Fünf Arten gedeihen in China.

Die Gattung Maclura wurde Thomas Nuttall 1818 in The genera of North American plants, Volume 2: S. 233 aufgestellt. Sie gehört zum Tribus Moreae innerhalb der Familie der Maulbeergewächse (Moraceae). Synonyme für Maclura Nutt. sind: Cardiogyne Bureau, Chlorophora Gaudich., Cudrania Trécul, Fusticus Raf., Ioxylon Raf., ×Macludrania André, Plecospermum Trécul, Vanieria Lour.. [1]

Die Gattung Maclura wird in fünf Sektionen gegliedert:

  • Sektion Cardiogyne (Bureau) Corner
  • Sektion Chlorophora (Gaudich.) Baill.
  • Sektion Cudrania (Trécul) Corner: Mit zwei Serien Connatae Corner und Liberae Corner
  • Sektion Maclura
  • Sektion Plecospermum (Trécul) C.C.Berg

Es gibt etwa zwölf Maclura-Arten [1] [2]:

  • Maclura africana (Bureau) Corner: Heimat Afrika. [3]
  • Maclura amboinensis Blume: Heimat China.
  • Maclura andamanica (King ex J.D.Hooker) C.C.Berg
  • Maclura cochinchinensis (Loureiro) Corner (Syn.: Cudrania cochinchinensis, Cudrania javanensis, Vanieria cochinchinensis): Heimat China.
  • Maclura excelsa: Heimat Westafrika.
  • Maclura fruticosa (Roxburgh) Corner: Heimat China.
  • Milchorangenbaum oder Osagedorn (Maclura pomifera (Raf.) Schneid., Syn.: Ioxylon pomiferum): Heimat Nordamerika. Bei manchen Autoren die einzige Art der Gattung.
  • Maclura pubescens (Trécul) Z.K.Zhou & M.G.Gilbert: Heimat China.
  • Maclura spinosa (Roxb. ex Willd.) C.C.Berg
  • Maclura thorelii Corner
  • Färbermaulbeerbaum (Maclura tinctoria (L.) D.Don ex Steud.):
    • Maclura tinctoria (L.) D.Don ex Steud. subsp. tinctoria (Syn.: Chlorophora tinctoria, Morus tinctoria)
    • Maclura tinctoria subsp. mora (Griseb.) Vazq.Avila (Syn.: Maclura mora )
  • Seidenraupenbaum (Maclura tricuspidata Carrière, Syn.: Cudrania tricuspidata (Carrière) Bureau ex Lavallée, C. triloba Hance, Morus integrifolia H. Léveillé & Vaniot, Vanieria tricuspidata (Carrière) Hu, V. triloba (Hance) Satake): Verbreitung: China in Höhenlagen von 500 bis 2200 Metern und Korea. Angebaut in Japan.

Nutzung

Von einigen Arten werden die Früchte und das Holz genutzt. Wenige Arten werden zum Färben verwendet. (siehe Artartikel Milchorangenbaum, Seidenraupenbaum, Färbermaulbeerbaum)

Bilder

Milchorangenbaum (Maclura pomifera):

Quellen

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Eintrag bei GRIN.
  2. Maclura bei der Flora of China.
  3. Eintrag bei der Flora of Zimbabwe.

Weblinks

 Commons: Maclura – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

21.04.2021
Klimawandel | Meeresbiologie
Wie Rifforganismen dem Klimawandel trotzen könnten
Eine neue Untersuchung tropischer Foraminiferen zeigt, wie diese kalkbildenden Einzeller auf Ozeanversauerung und -erwärmung reagieren.
19.04.2021
Neobiota
Ausbreitung zweier invasiver Arten: Waschbären und Marderhunde
Der aus Asien stammende Marderhund und der nordamerikanische Waschbär werden sich in Zukunft in Europa vermutlich noch weiter ausbreiten.
19.04.2021
Klimawandel | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Der Klimawandel macht es schwieriger, eine gute Tasse Kaffee zu bekommen
Äthiopien könnte in Zukunft weniger besonders hochwertigen Kaffee und mehr durchschnittliche, eher fade schmeckende Sorten erzeugen.
19.04.2021
Anthropologie | Entwicklungsbiologie
Evolution der menschlichen Geburtsprobleme
Im Gegensatz zu den meisten anderen Primaten sind menschliche Neugeborene im Vergleich zur Breite des mütterlichen Geburtskanals sehr groß, was zu einem hohen Risiko sowohl für das Baby als auch die Mutter werden kann.
15.04.2021
Anthropologie | Biodiversität | Primatologie
Bedrohte Lemuren: „Unser Verhalten entscheidet, wer überlebt“
Biologen zeigen in einer Studie am Beispiel des Fingertiers oder Aye-aye wie Bildungsarbeit dazubeitragen kann, bedrohte Tierarten zu schützen.
15.04.2021
Ethologie | Primatologie
Gorillamänner bluffen nicht!
Als eines der symbolträchtigsten Geräusche im Tierreich hat das Brusttrommeln Eingang in unsere Umgangssprache gefunden – darunter wird oft eine übertriebene Einschätzung der eigenen Leistungen verstanden.