Schnappatmung

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Klassifikation nach ICD-10
R06.0 Dyspnoe
ICD-10 online (WHO-Version 2011)

Schnappatmung ist ein Begriff aus der Medizin. Er bezeichnet eine schwere lebensbedrohliche Atemstörung, die oft dem Atemstillstand vorausgeht. Die Schnappatmung ist gekennzeichnet durch einzelne schnappende Atemzüge, zwischen denen lange Pausen liegen. In der Laienreanimation wird die Schnappatmung oft nicht als bedrohlicher Zustand erkannt.

Zeichen der Schnappatmung

Der Begriff Schnappatmung wird zunächst nur von der Beobachtung des Atemmusters her verwendet. Typisch für eine Schnappatmung sind relativ gut erkennbare Atemzüge, da die Atemhilfsmuskulatur mit eingesetzt wird und der Mund zum besseren Atemholen geöffnet wird. Gleichzeitig ist der Betroffene blass oder blau (zyanotisch) angelaufen. Die Atemfrequenz ist reduziert und liegt meist unter 10/min. Oft liegt wegen des abfallenden Sauerstoffspiegels im Blut bereits eine Eintrübung vor. Die Zunge fällt oft zurück und das Atemzugvolumen ist zu gering.

Die Atmung ist stoßhaft, beim Einatmen durch den Mund wird der Kopf nach hinten gebeugt, ausgeatmet wird durch die Nase und den Mund und der Kopf sinkt wieder nach vorne.

Ursachen der Schnappatmung

Alle Ursachen eines Atemstillstandes können auch bei der Schnappatmung ursächlich sein.

  • Überdosierung von Schlafmitteln oder Opiaten
  • Schwere Lungenerkrankung
  • Schwere Herzinsuffizienz
  • Stark hochgedrückte Zwerchfelle durch ein Bauchproblem

Die Schnappatmung tritt außerdem kurz vor dem Tod ein und steht für die letzten Atemzüge des sterbenden Menschen (agonale Atmung).

Pathophysiologie

Wahrscheinlich beruht die Schnappatmung auf Zwerchfellkontraktionen, die bei ausgeprägtem Abfall der Sauerstoffkonzentration im Blut unter etwa 20 mm Hg auftreten.

Behandlung

Die Schnappatmung bedarf der sofortigen Behandlung.

  • Freimachen der Atemwege
  • Sofortige Reanimation (Laien: BLS-AED Schema, nach ERC 2010, da „Atmung nicht normal“)
  • Falls keine Reanimation erfolgt: Stabile Seitenlagerung
  • Beutel-Masken-Beatmung
  • wenn möglich: Sauerstoffgabe
  • wenn möglich: Sicherung der Atemwege. Bei erfahrenem Personal z. B. durch sofortige Endotracheale Intubation
  • Flumazenil als Gegenmittel gegen Benzodiazepinpräparate (zum Ausschluss einer Schlafmittelüberdosierung)
  • Naloxon als Gegenmittel gegen Opiate
  • Atemanaleptika wie Theophyllin

Literatur

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