Gamma-Glutamylcarboxylase

Gamma-Glutamylcarboxylase

Eigenschaften des menschlichen Proteins
Masse/Länge Primärstruktur 758 Aminosäuren
Sekundär- bis Quartärstruktur Monomer; multipass Membranprotein
Kofaktor Vitamin K
Bezeichner
Gen-Name GGCX
Externe IDs OMIM: 137167 UniProtP38435
Enzymklassifikation
EC, Kategorie 6.4.-.-  Ligase
Reaktionsart Carboxylierung
Substrat X-Glu-Y (Protein)
Produkte X-Gla-Y (Calcium-bindendes Protein)

Die γ-Glutamylcarboxylase (oder kurz: GGCX) ist ein Enzym, welches mithilfe des Kofaktors Vitamin K spezielle Glutamylreste verschiedener Proteine in der Gamma-Position carboxyliert und diese Proteine so aktiviert. Hierzu gehören gerinnungsfördernde Faktoren (II, VII, IX, X) und gerinnungshemmende Faktoren wie die Proteine C und S aber auch Proteine wie Osteocalcin und Matrix-Gla-Protein oder Liganden für Rezeptor-Tyrosinkinasen wie beispielsweise Gas6. Diese Carboxylierung wird für die Proteinfunktionen, zum Beispiel der Gerinnungsfaktoren benötigt, weil sie ihre Bindungsfähigkeit für Calcium und ihre Bindung an Phospholipide erlaubt.

GGCX ist ein Membranenzym des rauen endoplasmatischen Retikulums. GGCX enthält 758 Aminosäuren, ist beim Menschen im Chromosom 2 Genlocus p12 kodiert. Das Gen enthält 15 Exons.

Das Enzym katalysiert die folgende Reaktion (es liegen jedoch keine freien Aminosäuren vor, sondern diese sind in ein Protein eingebunden):

Glutaminsäure + CO2   →   Carboxyglutaminsäure

Die News der letzten Tage

26.09.2022
Anthropologie | Paläontologie | Klimawandel
Evolution des Menschen: Klimaschwankungen in Ostafrika ein Motor
Interdisziplinäre Forschung in Südäthiopien zeigt, wie Schlüsselphasen des Klimawandels die menschliche Evolution beinflusste.
26.09.2022
Ökologie | Klimawandel | Meeresbiologie
Schritthalten mit dem Klimawandel?
Die für die Nahrungsnetze der Ozeane wichtigen Copepoden können sich genetisch an wärmere und saurere Meere anpassen.
26.09.2022
Anthropologie | Mikrobiologie | Physiologie
Mehr als nur Bauchgefühl
Die Strömungsgeschwindigkeit in unserem Verdauungssystem bestimmt unmittelbar, wie gut die Nährstoffe vom Darm aufgenommen werden und wie viele Bakterien darin leben.
26.09.2022
Biodiversität | Insektenkunde | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Mehrjährige Blühstreifen in Kombination mit Hecken: das gefällt unseren Wildbienen
Landwirtinnen und Landwirte sollten ein Netzwerk aus mehrjährigen Blühstreifen in Kombination mit Hecken schaffen, um Wildbienen ein kontinuierliches Blütenangebot zu bieten.
21.09.2022
Physiologie | Ethologie
Der australische „Ant-Slayer“: Spinne mit akrobatischer Jagdstrategie
Die Australische Kugelspinne Euryopis umbilicata lebt auf den Stämmen von Eukalyptusbäumen und versteckt sich tagsüber unter der Rinde.
21.09.2022
Ethologie | Primatologie
Steinwerkzeugvielfalt bei Schimpansen
Forschende haben gezeigt, dass Schimpansen in Westafrika Steinwerkzeuge benutzen und über eine ausgeprägte und wiedererkennbare materielle Kultur verfügen.
20.09.2022
Ökologie | Säugetierkunde
Neues von den Eichhörnchen in Berlin
Eichhörnchen gehören zu den in Großstädten wie Berlin am häufigsten gesichteten Wildtieren.
19.09.2022
Taxonomie | Insektenkunde
Wie viele Ameisen gibt es eigentlich?
Wie viele Sterne zählt unsere Galaxie?
19.09.2022
Zytologie | Genetik
Reparaturtrupp im Moos funktioniert auch im Menschen
Wenn in lebenden Zellen alles rund laufen soll, dann müssen die Erbinformationen stimmen, doch leider häufen sich im Laufe der Zeit durch Mutationen Fehler in der DNA an.