Gynophor

Kaper-Blüte mit auf dem Gynophor sitzendem Gynoeceum

Als Gynophor [von griech. gynē, Genitiv gynaikos = Frau[1], griech. -phoros = -tragend][2] wird in der Botanik ein gestrecktes Internodium[3] in der Blüte zwischen den männlichen Sexualorganen (Androeceum) und den weiblichen Sexualorganen (Gynoeceum) genannt. Es bildet also eine Verlängerung der Blütenachse zwischen Gynäzeum und Blütenhülle.[4] Das Gynophor ist beispielsweise bei einigen Arten der Kaperngewächse ausgeprägt.[5] Die Reihenfolge der Blütenorgane von außen beginnend, lautet Blütenhülle - Androeceum - Gynoeceum. Ist statt des Internodiums zwischen Androeceum und Gynoeceum das Internodium zwischen Blütenhülle und Androeceum/Gynoeceum gestreckt, spricht man von einem Androgynophor.[6]

Als frühester Nachweis für das Wort gilt das 1815 herausgebrachte Buch Élements de physiologie végétable et de botanique von C.F.B. de Mirbel.[5]

Einzelnachweise

  1. http://www.wissenschaft-online.de/lexika/showpopup.php?lexikon_id=9&art_id=29964&nummer=10443
  2. http://www.wissenschaft-online.de/abo/lexikon/bio/29964
  3.  Schütt, Schuck, Stimm: Lexikon der Baum- und Straucharten. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-53-8, S. 204.
  4. http://www.definition-of.net/definition-der-gynophor
  5. 5,0 5,1  Gerhard Wagenitz: Wörterbuch der Botanik. 2. Auflage. Nikol, Hamburg 2008, ISBN 3-937872-94-9, S. 134.
  6.  Andreas Bresinsky, Christian Körner, Joachim W. Kadereit, G. Neuhaus, G. Neuhaus: Strasburger Lehrbuch der Botanik. 36. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2008, ISBN 3827414555, S. 817.

Weblinks


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