Zebra-Harnischwels

Zebra-Harnischwels
Hypancistrus zebra4305.jpg

Zebra-Harnischwels (Hypancistrus zebra)

Systematik
Otophysi
Ordnung: Welsartige (Siluriformes)
Überfamilie: Loricarioidea
Familie: Harnischwelse (Loricariidae)
Gattung: Hypancistrus
Art: Zebra-Harnischwels
Wissenschaftlicher Name
Hypancistrus zebra
Isbrücker & Nijssen, 1991

Der Zebrawels (Hypancistrus zebra) ist ein Süßwasserzierfisch aus der Gattung der Hypancistrus. Er wurde erstmals Ende der 1980er Jahre im Rio Xingú in Brasilien entdeckt.

Seit Anfang 2005 wurde von der brasilianischen Regierung Fang, Zucht und Ausfuhr des Zebrawels verboten, da die Bestände im Rio Xingú sehr stark gefährdet sind. Durch den geplanten Bau des Wasserkraftwerks Belo Monte würde der gesamte Lebensraum des Zebrawelses austrocknen.

Dieser Fisch kann ein Alter von ca. 15 Jahren und eine Größe von ca. 8–10 cm, Männchen über zehn Jahren auch mal ca. 12 cm, erreichen.

Die Geschlechtsunterschiede sind schwer und erst nach zwei oder drei Lebensjahren zu erkennen. Das Männchen bekommt in der Regel eine breitere Kopfpartie und sieht daher etwas massiger aus. Des Weiteren sind die Hautzähnchen (Odontoden) auf den Kiemendeckeln bei den Männchen deutlich länger als bei den Weibchen. Auf etwa sechs Männchen kommt nur ein Weibchen.

Aquaristik

Sehr schnell entwickelte sich der Zebrawels, wohl aufgrund seines Aussehens, zum sehr gefragten Aquarienfisch, sogar trotz der hohen Preise für gute Exemplare.

Der L 46 ist ein vorwiegend nachtaktiver sowohl auch tagesaktiver Höhlenbewohner und liebt Wasser mit einer Temperatur von ca. 28 Grad sowie eine gute Filterung mit viel Wasserbewegung. Eine gute Sauerstoffversorgung ist nötig. Der Untergrund sollte mit feinem Kies oder Sand bestückt werden, 2 mm Durchmesser oder kleiner. Jeder erwachsene männliche Zebrawels muss unbedingt eine eigene flache Höhle zur Verfügung gestellt bekommen, Weibchen und Jungtiere sitzen gern in Spalten von Gestein oder unter Wurzeln. Das Becken muss für 2 bis 3 Tiere minimal 80 l Wasser fassen. Der L46 sollte nicht mit Schmerlen vergesellschaftet werden, da diese durch ihre scharfen Augendornen Verletzungen herbeiführen könnten. Das Futter sollte immer in feiner Stückelung gegeben werden. Feines Granulat, Flockenfutter und zerkleinertes Frostfutter werden sehr gern angenommen.

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