ICESat

<adsense>
 google_ad_client    = 'ca-pub-4714443941585462';
 google_ad_width     = 300;
 google_ad_height    = 250;
 google_ad_slot = '8334301454';
</adsense>
ICESat
ICESat
Typ: Erdbeobachtungssatellit
Land: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Behörde: NASA
NSSDC ID: 2003-002A
Missionsdaten
Start: 13. Januar 2003, 00:45 UTC
Startplatz: Vandenberg SLC-2W
Trägerrakete: Delta 7320-10 D294
Flugdauer: 7 Jahre
Status: abgestürzt am 30. August 2010
Bahndaten
Umlaufzeit: 96,6 min[1]
Bahnneigung: 94°
Apogäum: 610 km
Perigäum: 593 km

ICESat (Ice, Cloud and Land Elevation Satellite), Teil des NASA-Erdbeobachtungssystems, ist der Name einer Satellitenmission zur Ermittlung von Eispanzerdicken, deren Veränderung, der Messung von Höhenprofilen von Wolken und Aerosolen sowie der Höhe der Vegetation und der Meereisdicke. Das wichtigste Instrument an Bord war das Geoscience Laser Altimeter System (GLAS), das vom Goddard Space Flight Center entwickelt wurde.

Missionsverlauf

ICESat wurde am 13. Januar 2003 mittels einer Boeing Delta II-Rakete von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien auf eine nahezu kreisförmige Bahn geschossen, die die beiden Polregionen überspannt. Die Höhe der Bahn lag nach dem Start bei 600 km.[1]

Die ersten Messungen wurden am 20. Februar 2003 durchgeführt. Schon am 29. März versagte der erste der drei Laser, so dass die Einsatzzeiten umgeplant werden mussten.[2] In den nächsten Jahren wurden 15 Messkampagnen durchgeführt, bis am 11. Oktober 2009 der letzte Laser versagte. Die Bemühungen, ihn wieder zu aktivieren, wurden im Februar 2010 eingestellt.[3]

Zwischen dem 23. Juni und dem 14. Juli verringerte die NASA die Bahnhöhe des Satelliten schrittweise auf 200 km, um die Lebensdauer zu verringern. Am 14. August 2010 wurden alle Systeme abgeschaltet, nachdem auch der restliche Treibstoff verbraucht worden war. Am 30. August trat ICESat in die Atmosphäre ein und verglühte größtenteils. Einige Trümmer stürzten gegen 09:00 UTC in die Barentssee.[4]

Nachfolger

Das Nachfolgemodell ICESat-2 soll 2016veraltet den Betrieb aufnehmen.[5] Im Gegensatz zu ICESat sollen dann mehrere Laser gleichzeitig zum Einsatz kommen, damit Geländeformen schon während eines einzigen Umlaufs erkannt werden können.[6]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Bahndaten nach Mark Wade: ICESat. In: Encyclopedia Astronautica. 17. November 2011, abgerufen am 10. September 2012 (englisch).
  2. B. E. Schutz et al: Overview of the ICESat Mission. In: Geophysical Research Letters Vol. 32. 2. November 2005, abgerufen am 10. September 2012 (PDF, english).
  3. Kathryn Hansen: ICESat's Notable Moments in Science. NASA, 24. Februar 2010, abgerufen am 10. September 2012 (english).
  4. Sarah DeWitt: NASA's Successful Ice Cloud and Land Elevation Mission Comes to an End. NASA, 30. August 2010, abgerufen am 10. September 2012 (english).
  5. Michael Studinger: Eisberg von Größe New Yorks entsteht in Antarktis. AFP, 4. November 2011, abgerufen am 10. September 2012.
  6. ICESat-2. NASA, 13. August 2012, abgerufen am 10. September 2012 (english).

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

31.07.2021
Ökologie | Neobiota
Teure Invasoren
Wissenschaftlerinnen haben die durch invasive Arten entstandenen Kosten in Europa und Deutschland untersucht.
31.07.2021
Anthropologie | Neurobiologie
Lernpausen sind gut fürs Gedächtnis
Wir können uns Dinge länger merken, wenn wir während des Lernens Pausen einlegen.
31.07.2021
Botanik | Immunologie | Parasitologie
Eichenwälder widerstandsfähiger machen
Kahlgefressene Eichen sind ein Bild, das in den letzten Jahren immer wieder zu sehen war. Verursacher sind häufig die massenhaft auftretenden Raupen des Eichenwicklers.
29.07.2021
Ökologie | Toxikologie
Wasser blau – Badestrand grün
Viele klare Seen der Welt sind von einem neuen Phänomen betroffen: In Ufernähe, wo Menschen spielen oder schwimmen, ist der Seeboden mit grünen Algenteppichen bedeckt.
29.07.2021
Anatomie | Paläontologie
Patagonischer Langhalssaurier neu beleuchtet
Ein Team der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) untersuchte im Rahmen einer Neubeschreibung die Überreste des Langhalssauriers Patagosaurus fariasi (175 Mio Jahre) aus Argentinien.
29.07.2021
Anthropologie | Virologie | Bionik, Biotechnologie, Biophysik
Hochwirksame und stabile Nanobodies stoppen SARS-CoV-2
Ein Forscherteam hat Mini-Antikörper entwickelt, die das Coronavirus SARS-CoV-2 und dessen gefährliche neue Varianten effizient ausschalten.
29.07.2021
Zytologie | Biochemie
Pflanzen haben ein molekulares „Gedächtnis“
Wie eine Pflanze wächst, hängt einerseits von ihrem genetischen Bauplan ab, zum anderen aber davon, wie die Umwelt molekulare und physiologische Prozesse beeinflusst.
29.07.2021
Ökologie | Bionik, Biotechnologie, Biophysik | Meeresbiologie
Forschungsfahrt: Hydrothermale Wolken in der Nähe der Azoren
Sie entstehen, wenn von glühendem Magma aufgeheizte Lösungen aus der Erdkruste in der Tiefsee austreten und auf kaltes Meerwasser treffen: Hydrothermale Wolken stecken voller Leben, sie versorgen die Ozeane mit Nährstoffen und Metallen.
28.07.2021
Physiologie | Bionik, Biotechnologie und Biophysik
Spurensuche im Kurzzeitgedächtnis des Auges
Was wir sehen, hinterlässt Spuren: Mit schnellen Bewegungen, sogenannten Sakkaden, springt unser Blick zwischen verschiedenen Orten hin und her, um möglichst scharf abzubilden, was sich vor unseren Augen abspielt.
27.07.2021
Bionik, Biotechnologie und Biophysik
Neue Möglichkeiten: Topologie in der biologischen Forschung
Ein aus Quantensystemen bekanntes Phänomen wurde nun auch im Zusammenhang mit biologischen Systemen beschrieben: In einer neuen Studie zeigen Forscher dass der Begriff des topologischen Schutzes auch für biochemische Netzwerke gelten kann.
27.07.2021
Anthropologie | Neurobiologie
Viel mehr als Gehen
Jahrzehntelang dachte man, dass ein Schlüsselbereich des Gehirns lediglich das Gehen reguliert.
26.07.2021
Ökologie | Paläontologie
Uralte Haizähne geben Hinweis auf eine globale Klimakrise
Die stete Drift der Kontinente formt nicht nur Gebirgszüge, sondern hat auch großen Einfluss auf die Tierwelt im Meer.
26.07.2021
Anatomie | Bionik, Biotechnologie und Biophysik | Bioinformatik
Wie tierische Sprinter enorme Spitzengeschwindigkeiten erreichen
Eine interdisziplinäre Forschungsgruppe hat ein physikalisches Modell entwickelt, um zu erforschen, von welchen Eigenschaften die maximale Laufgeschwindigkeit bei Tieren abhängig ist.
26.07.2021
Anthropologie | Zoologie | Ethologie
Hunde als „Gedankenleser“
Dass Hunde vielfach als der „beste Freund des Menschen“ bezeichnet werden, ist bekannt.
26.07.2021
Mikrobiologie | Genetik | Biochemie
RNA kontrolliert die Schutzhülle von Bakterien
Der Magenkeim Helicobacter pylori weiß, wie er sich gegen Angriffe des Immunsystems oder durch Antibiotika schützen kann.