Ballochorie

Lupinen gehören zu den sogenannten Austrocknungsstreuern

Als Ballochorie (griechisch βάλλειν, ballein: "werfen" und χώρα, chora: "Land, Materie, Raum") bezeichnet man die Ausbreitung von Pflanzensamen durch Schleudermechanismen.

Eine Reihe von Pflanzen vermögen selbständig ihre Diasporen an einen anderen Ort zu bewegen. Manche Pflanzen nutzen dazu Mechanismen, die den Samen fortschleudern. Dies geschieht durch plötzliche und explosionsartige Schleuderbewegungen. Die Ballochorie unterteilt man dabei wiederum in zwei unterschiedliche Typen:

  • bei Austrocknungsstreuern (Xeroballochoren) reißt das nach der Reife austrocknende Gewebe der Früchte explosionsartig auf, so dass dadurch die Samen herausgeschleudert werden. Ginster und die Gemeine Akelei sowie die Platterbsen sind beispielsweise Pflanzen, die diesen Mechanismus nutzen.
  • bei Saftdruckstreuern (Hygroballochoren) kommt es mit der Fruchtreife zu einem Anstieg des Zellsaftdrucks. Dadurch schwellen die Wände der Frucht an, die explosionsartig aufreißen, wenn ein bestimmter Druck überschritten wird. Dabei wird der Samen z.T. mehrere Meter herausgeschleudert. Die Spritzgurke und das Springkraut zählen zu den bekanntesten Pflanzen, die sich eines solchen Mechanismus bedienen.

Ballochorie ist eine Unterform der Pflanzenausbreitung. In dem Artikel Ausbreitungsmechanismen von Pflanzen sind diese im Überblick zusammengestellt.

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