Schnabelriede

Schnabelried
Weißes Schnabelried (Rhynchospora alba) rechts, Braunes Schnabelried (Rhynchospora fusca) links.

Weißes Schnabelried (Rhynchospora alba) rechts, Braunes Schnabelried (Rhynchospora fusca) links.

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Sauergrasgewächse (Cyperaceae)
Gattung: Schnabelried
Wissenschaftlicher Name
Rhynchospora
Vahl

Schnabelriede (Rhynchospora) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae). In Deutschland kommen nach FloraWeb die zwei Arten Weißes Schnabelried (Rhynchospora alba) und Braunes Schnabelried (Rhynchospora fusca) vor.

Beschreibung

Rhynchospora-Arten wachsen meist als ausdauernde, seltener als einjährige, krautige Pflanzen. Die zu mehreren zusammenstehenden, aufrechten Halme sind dreikantig oder stielrund. Die grundständigen oder am Halm verteilt angeordneten Laubblätter bestehen aus einer geschlossenen Blattscheide und einer einfachen Blattspreite. Die lineale Blattspreite ist flach oder kanalikulär.

Die Hochblätter sind laubblattähnlich. Der rispige Gesamtblütenstand ist aus mehreren ährigen oder kopfigen Teilblütenständen zusammengesetzt. Die gestielten oder sitzenden Ährchen (Teilblütenstände) sind schmal-eiförmig, eiförmig oder ellipsoid und können manchmal etwas abgeflacht sein. Die wenigen bis vielen einnervigen Hüllspelzen sind spiralig dachziegelartig überlappend oder selten zweizeilig angeordnet; drei oder vier basale Hüllspelzen sind kürzer als die anderen und leer. Entweder sind alle Blüten zwittrig oder im Blütenstand sind die unteren zwittrig und die oberen männlich oder steril. Es sind keine bis sechs, selten bis zu 13, zu rauen oder glatten Borsten reduzierte Blütenhüllblätter vorhanden. Es sind zwei oder drei Staubblätter vorhanden. Der schlanke Griffel endet in zwei Narben.

Die Nussfrüchte sind meist verkehrt-eiförmig bis eiförmig, bikonvex und ihre Oberfläche ist unterschiedlich strukturiert oder seltener glatt.

Systematik

Die Erstbeschreibung der Gattung Rhynchospora erfolgte 1805 durch Martin Vahl in Enumeratio Plantarum ..., 2, S. 229 [1] mit der Typusart Rhynchospora alba (L.) Vahl.. Synonyme für Rhynchospora Vahl sind: Dichromena Michaux und Psilocarya A.Gray.

Es gibt etwa 250 bis 350 Rhynchopora-Arten. Auswahl:

  • Weißes Schnabelried (Rhynchospora alba (L.) Vahl)
  • Rhynchospora chinensis Nees & Meyen ex Nees
  • Rhynchospora corymbosa (L.) Britton
  • Rhynchospora faberi C.B.Clarke
  • Braunes Schnabelried (Rhynchospora fusca (L.) W.T.Aiton)
  • Rhynchospora gracillima Thwaites
  • Rhynchospora malasica C.B.Clarke
  • Rhynchospora rubra (Lour.) Makino
  • Rhynchospora rugosa (Vahl) Gale
  • Rhynchospora submarginata Kükenthal

Bilder

Quellen

  • Prof. Song-Yun Liang & David A. Simpson: Rhynchopora in der Flora of China, Volume 23, 2010, S. 253: Online. (Abschnitt Beschreibung und Systematik)
  • Robert Kral : Rhynchopora in der Flora of North America, Volume 23, 2002, S. 200: Online. (Abschnitt Beschreibung)

Einzelnachweise

  1. Erstbeschreibung eingescannt bei biodiversitylibrary.org.

Weblinks

 Commons: Schnabelriede (Rhynchospora) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference

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