Mohrenmakak (Macaca maura)

Der Mohrenmakak (Macaca maura) oder Schwarzmakak kommt nur auf der südwestlichen Halbinsel (Selatan) Sulawesis, südlich der Tempe Depression in Indonesien vor [2]. Früher galten Mohrenmakaken als Unterart der Schopfmakaken (Macaca nigra).


Lebensraum

Im Norden ihres Verbreitungsgebietes kann man Mohrenmakaken (Macaca maura) im Regenwald sowie Laubwäldern und Karstinseln antreffen, während sie in den südlichen Teilen in Mosaiklebensräumen aus Wald und Grasland unterhalb 2.000 m leben [2].


Aussehen

Mohrenmakaken (Macaca maura) haben ein braunes oder dunkelbraunes bis schwärzliches Körperfell, die Gesässschwielen sind rosa. Es herrscht sexueller Dimorphismus vor, das sich u.a. darin bemerkbar macht, dass die Männchen mit einer Körperlänge (ohne Schwanz) von 64 - 69 cm deutlich größer als die Weibchen sind, die lediglich 50 - 58,5 cm erreichen.


Ernährung

Mohrenmakaken (Macaca maura) sind tagaktive Primaten, die sich hauptsächlich von Feigen und anderen Früchten ernähren [4], aber auch Blätter und Gliederfüßer (Arthropoden) verzehren.


Fortpflanzung

Weibchen erreichen die Geschlechtsreife im Alter von 6 - 7 Jahren, danach bringen sie durchschnittlich alle 32 Monate ein Junges zur Welt [2]. Die Tragzeit dauert etwa 175 Tage.

Mohrenmakaken (Macaca maura) leben in Gruppen mit mehreren Männchen und Weibchen sowie deren Nachwuchs. In der Regel paart sich nur das dominante Männchen, untergeordnete Männchen kommen aber auch zum Zug, meistens wenn das dominante Männchen außer Sichtweite ist [4].


Bedrohungen

Die größte Bedrohung für Mohrenmakaken (Macaca maura) und andere Makaken auf Sulawesi scheint die Fragmentierung und Zerstörung des Lebensraums zu sein [1]. Die Affen fallen gelegentlich über landwirtschafliche Nutzflächen des Menschen her, was dazu führt, dass sie von den einheimischen Bauern oft in Fallen gefangen oder vergiftet werden. Die zunehmende menschliche Besiedlung hat die Art in karstige Gebiete verdrängt, die zwar für Ackerbau und Landwirtschaft wertlos sind, aber zunehmend von der Zementindustrie zerstört werden. Dies kann sich in der nahen Zukunft zu einer ernsthaften Bedrohung entwickeln [3].

Mohrenmakaken (Macaca maura) werden von der lokalen Bevölkerung häufig als Haustiere gehalten. Ihre Lebenserwartung beträgt etwa 28 Jahre [4].

Tibet-Makak (Macaca thibetana) in einem japanischen Zoo
Mohrenmakak (Macaca maura) in natürlicher Umbebung.

Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft Mohrenmakaken (Macaca maura) als stark gefährdet (Endangered) ein, da die Populationen in den letzten drei Generationen (30 - 36 Jahre) um mehr als 50 % zurückgegangen sind. Außerdem sind die Populationen dieser Art extrem fragmentiert und auf Regionen beschränkt, die zunehmend von einer wachsenden Zementindustrie zerstört werden [3].


Systematik


[1] Evans et al., 2001; [2] Okamoto et. al., 2000; [3] Supriatna, J., Shekelle, M. & Burton, J. 2008. Macaca maura. In: IUCN 2010. IUCN Red List of Threatened Species. Version 2010.1. <www.iucnredlist.org>. Downloaded on 07 May 2010; [4] Rowe, 1996

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