Hand

Dieser Artikel behandelt den Körperteil Hand, weitere Bedeutungen unter Hand (Begriffsklärung)
Die Hände eines Java-Spitzhörnchens auf einer Menschenhand
Eine Frauenhand; Ein Großteil der Muskeln für Handbewegungen befindet sich bei der Menschenhand im Unterarm.
Knochen der menschlichen Hand
Röntgenaufnahme einer menschlichen Hand mit Beschriftung der Handwurzelknochen:
A Kahnbein (Os scaphoideum)
B Mondbein (Os lunatum)
C Dreiecksbein (Os triquetrum)
D Erbsenbein (Os pisiforme)
E Großes Vieleckbein (Os trapezium)
F Kleines Vieleckbein (Os trapezoideum)
G Kopfbein (Os capitatum)
H Hakenbein (Os hamatum)
Die Hand ist beim Menschen nicht nur wichtiges Mittel für fast alle Arbeiten, sondern auch zentrales Mittel zum Austausch von Zärtlichkeit und der Schaffung von menschlicher Nähe. Hier spielt eine kleine Tochter mit der Hand des Vaters.
Hand eines Orang-Utans
Datei:Fingerzahlen 10-90.jpg
Fingerzahlen nach Beda Venerabilis
Handnegativ in der in Höhle von Pech Merle (16.000-20.000 Jahre alt), heute Frankreich
Handabdrücke in der Cueva de las Manos (7000–1000 v. Chr., heute Argentinien

Die Hand (med./lat.: manus) ist das Greifwerkzeug der oberen Extremitäten (Arme) der Primaten. Beim Menschen und den meisten Primaten ist sie durch den opponierbaren Daumen ausgezeichnet, was den Pinzettengriff ermöglicht. Bei Tieren wird zumeist der Begriff Vorderfuß verwendet.

Anatomie

Knochen

Anatomisch besteht die Hand aus Einzelknochen. Die Anzahl der jeweiligen Knochen variiert innerhalb der Wirbeltiere. Beim Menschen beträgt ihre Zahl 27, in den Händen befinden sich also etwa ein Viertel der Knochen des menschlichen Körpers. Die Handwurzel (Carpus) wird bei ihm aus den acht Handwurzelknochen (Kahnbein, Mondbein, Kopfbein, Großes Vieleckbein, Kleines Vieleckbein, Dreieckbein, Erbsenbein, Hakenbein) gebildet, die gelenkig miteinander verbunden sind. Sie liegen in zwei Reihen, zwischen denen sie das distale Handgelenk ausbilden. Das funktionell bedeutsamere proximale Handgelenk wird zwischen Kahnbein, Mondbein und Dreieckbein sowie der Speiche gebildet. Die Elle ist beim Menschen von den Handwurzelknochen durch einen Discus articularis getrennt. An die Handwurzel schließt sich die Mittelhand (Metacarpus) an, die aus fünf langgestreckten Mittelhandknochen gebildet wird.

Den frei beweglichen Teil der menschlichen Hand stellen die fünf Finger (Digiti manus) mit ihren insgesamt 14 Fingerknochen (zwei für den Daumen und je drei für die anderen vier Finger) dar.

Muskeln

Die Muskulatur der Hand ist sehr komplex, ein Großteil der 33 Muskeln liegt im Unterarm und entsendet lediglich seine Sehnen in die Hand. Gruppen von kräftigeren Muskeln in der Hand selbst bilden den Thenar auf der Daumenseite und den Hypothenar auf der Seite des kleinen Fingers. Kleine Muskeln liegen zwischen den Mittelhandknochen.

Nerven

Die Hand wird von drei Nerven versorgt: Nervus ulnaris, Nervus medianus und Nervus radialis. Der Nervus medianus zieht mit den Fingerbeugern im Bereich der Handwurzel durch einen Kanal auf der Handflächenseite, der als Karpaltunnel (Canalis carpi) bezeichnet wird. Die Blutversorgung erfolgt über eine doppelte Schleife, die die Arteria radialis mit der Arteria ulnaris ausbildet.

Griff und Gefühl

Die Handfläche bzw. der Handteller ist durch eine robuste Sehnenplatte (Aponeurose) geschützt und erlaubt somit einen kraftvollen Griff. Die Haut der Hand und besonders der Fingerenden ist sehr reich mit verschiedenen Rezeptoren (freie Nervenendigungen, Merkel-Zellen u.a.) besetzt und gestattet eine hohe haptische Sensibilität. In der Handinnenfläche nehmen 17.000 Fühlkörperchen (140 pro cm²) Druck-, Bewegungs- und Vibrationsreize auf.

Abwandlungen bei Tieren

Andere Wirbeltiere haben in Anpassung an ihre Lebensweise zum Teil sehr spezialisierte Abwandlungen des anatomischen Aufbaus entwickelt. So sind tierartspezifisch einige oder alle der Handwurzelknochen miteinander verschmolzen. Auch die Anzahl der Mittelhandknochen (Vordermittelfußknochen) und Finger (Vorderzehen) kann in unterschiedlichem Ausmaß reduziert sein. So sind bei Vögeln (siehe Vogelskelett) nur drei Finger ausgebildet, bei Pferden gar nur ein Finger (der „Mittelfinger“).

Funktionsumfang der Hand

Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Formen der Griffarten: den Kraftgriff und den Präzisionsgriff. Der adäquate Griff richtet sich nach Größe, Masse und Gestalt des Objektes: Kraftgriff für schwere und größere Objekte, Präzisionsgriff für kleine oder zerbrechliche Gegenstände und feine Instrumente.

  • Beim Kraftgriff befindet sich der Daumen in Opposition mit der Handfläche. In dieser Position kann man größere Gegenstände (z. B. einen Stein, eine schwere Flasche) halten und führen, dabei können mehrere Hundert Newton (N) auf das Objekt ausgeübt werden.
  • Beim Präzisionsgriff erfolgt die Haltung und Führung der Gegenstände (z. B. Bleistift, feine Instrumente) durch Daumen und Zeigefinger.

Ferner kann die Hand, anders als bei allen anderen Primaten, zur Faust geballt werden.[1]

Im Regelfall wird die Hand einer Seite für kompliziertere Bewegungsabfolgen bevorzugt („Händigkeit“), man spricht von Rechts- und Linkshändern.

Nutzung für Kommunikation, Zählen, Rechnen, Tippen

Neben ihrer zentralen Funktion für fast alle Arbeiten mit bloßen Händen oder mit Werkzeugen werden die Hände auch zur Informationsübermittlung also zu Zwecken der Kommunikation genutzt. Dies reicht vom Zeigen auf gemeinte Dinge oder Richtungen, über Gesten bis hin zu komplexen Signalsystemen, etwa der Gebärdensprache für Gehörlose.

Seit der Entwicklung von Zahlen werden Hände auch als Vergleichsgröße für das Zählen genutzt. Die häufige Verwendung des Zehnersystems statt anderer Zahlensysteme beruht auf der Verwendung der zehn Finger der beiden Hände zum zählen mit den Fingern. Später wurden aber auch Systeme entwickelt mit deren Hilfe die Hände auch zum Ausdrücken hoher Zahlen und zum Ausführen von Rechenoperationen verwendet wurden. Die erste schriftliche Darstellung des Fingerrechnens lieferte der angelsächsische Benediktinermönch Beda Venerabilis (672/673-735).

Auch im Computerzeitalter spielt die Hand mittels Computertastaturen, Computermaus, Trackball und berührungsempfindlichen Bildschirmen eine zentrale Rolle für das Übermitteln von Informationen.

Weitere Aspekte

Die Entwicklung der Hand zu einem komplexen Tast- und Greiforgan war eine wesentliche Voraussetzung für die Menschwerdung, wie die Anthropologie nachweisen konnte, sich aber auch an der Größe der entsprechenden Hirnareale ablesen lässt. In der deutschen Sprache zeigt sich der besondere Status der Hand an Begriffen wie Handeln, Handhaben, Begriff u. a. m..

Sonstiges

  • Die Finger einer Hand werden im Laufe eines Lebens etwa 25 Millionen Mal gebeugt und gestreckt.
  • Laut Guinness-Buch der Rekorde misst die längste Männerhand 32,3 cm und die längste Frauenhand 25,5 cm.
  • Das Museum Kulturgeschichte der Hand im bayerischen Wolnzach zeigt etwa 800 Exponate. Das Musée de la main in Lausanne beschäftigt sich mit dem Thema Hand aus medizinischer und kulturhistorischer Sicht.

Siehe auch

  • Handchirurgie
  • Handtransplantation
  • Dysmelie
  • Handwerk
  • Handschuh

Literatur

  • Frank R. Wilson: Die Hand – Geniestreich der Evolution. Ihr Einfluss auf Gehirn, Sprache und Kultur der Menschen (= rororo Sachbuch. rororo science 61338). Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, Reinbek bei Hamburg 2002, ISBN 3-499-61338-7 (Originalausgabe: The Hand. Pantheon Books, New York NY 1998, ISBN 0-679-41249-2).
  • Marco Wehr, Martin Weinmann (Hrsg.): Die Hand. Werkzeug des Geistes. Elsevier, Spektrum Akademischer Verlag, München u. a. 2005, ISBN 3-8274-1517-9.

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Hand – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikiquote: Hand – Zitate
 Commons: Hand – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. eurekalert.org vom 19. Dezember 2012: Fine hands, fists of fury. Our hands evolved for punching, not just dexterity.

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20.05.2019
Paläontologie | Evolution | Fischkunde
3D-Technologie ermöglicht Blick in die Vergangenheit
Studie identifiziert Fischarten anhand vier Millionen Jahre alter Karpfenzähne ‒ Modell zur Evolution der Biodiversität bei Süßwasserfischen.
15.05.2019
Biodiversität | Insektenkunde
Ausgezirpt - Drastischer Biomasseverlust bei Zikaden in Deutschland
In der April- Ausgabe der vom Bundesamt für Naturschutz herausgegebenen Zeitschrift „Natur und Landschaft“ stellen Senckenberg-Forschende einen drastischen Biomasseverlust bei Zikaden in Deutschland fest.
13.05.2019
Taxonomie
Universität Stuttgart benennt neue Bärtierchen-Art: Milnesium inceptum entdeckt
Eine neue Bärtierchen-Art wurde von Dr.
12.04.2019
Mykologie
Pilzsuche mit Boot und Kescher - 10 faszinierende Fakten zu Pilzen im Wasser
Im Wasser leben Pilze – im klaren Bergsee ebenso wie im tiefen Ozean, sogar im Eis.
05.04.2019
Ethologie | Primatologie
Soziale Unsicherheit stresst auch Schimpansen
Forscherinnen und Forscher vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig beobachteten im TaNationalpark (Elfenbeinküste) das Verhalten männlicher Schimpansen in Perioden des verstärkten Konkurrenzkampfes unter den Männchen und sammelten Urinproben der Tiere, um ihren Cortisol-Spiegel zu messen und so ihr Stressniveau zu bestimmen.
04.04.2019
Mikrobiologie | Ökologie
E. coli & Co.: Fäkalkeime in Landschaften und Fließgewässern
Fäkalkeime – Bakterien, die den Darm von Mensch und Tier bewohnen – können Gewässer verunreinigen.
02.04.2019
Botanik | Taxonomie | Evolution
Safran kommt aus Attika – Herkunft des Safran-Krokus nach Griechenland zurückverfolgt
Crocus sativus, eine kleine lila Blume mit drei knallroten Narben.
29.03.2019
Zoologie | Ökologie
SCIENCE-Publikation: Forschung sieht große Tierwanderungen der Serengeti in Gefahr
Steigender Siedlungsdruck treibt Tiere tiefer in Kernzonen / fehlende Wanderung gefährdet ganzes Ökosystem / Forscher der Uni Hohenheim mahnen dringenden Handlungsbedarf an.
28.03.2019
Mikrobiologie | Taxonomie | Biochemie
Wissenslücke beim Ethan-Abbau geschlossen / Forscher entdecken einzelligen Organismus
Ethan ist mit einem Anteil von bis zu zehn Prozent der zweithäufigste Bestandteil von Erdgas und in tiefen Gaslagerstätten im terrestrischen und marinen Bereich weltweit vorhanden.
25.03.2019
Physiologie | Neurobiologie
Arbeitsteilung im Gehirn beim Hören entdeckt
Ein Forscherteam der New York City University School of Medicine und des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik hat eine neue Arbeitsteilung zwischen den beiden Hemisphären in unserem Gehirn beim Verstehen von Wörtern und Geräuschen entdeckt.
26.03.2019
Botanik | Ökologie
Mangroven und ihre Bedeutung für den Klimaschutz
Viele Studien legen nahe, dass Mangroven gigantische Kohlenstoffreservoire und ein bedeutender Faktor für den Klimaschutz sind.
18.03.2019
Taxonomie | Ökologie
Eine neue Schlangenart in Bayern - die Alpen-Barrenringelnatter
Forscher der Zoologischen Staatssammlung München (SNSB-ZSM) haben in der Alpenregion Bayerns eine bisher übersehene Schlangenart entdeckt.
11.03.2019
Taxonomie
Neue Fadenwurm-Art in Nordhessen entdeckt
Pflanzenwissenschaftler der Universität Kassel haben auf einem Versuchsfeld der Universität in Neu-Eichenberg (Lkr.
06.03.2019
Ökologie | Parasitologie | Insektenkunde
Neue exotische Mückenart siedelt sich in Hessen an
Nach der Asiatischen Tigermücke und der Asiatischen Buschmücke hat sich nun auch eine dritte exotische Mückenart in Hessen angesiedelt.
01.03.2019
Genetik | Evolution
Vorteilhafte Mutationen im Überfluss
Die genetische Architektur von Anpassungsprozessen ist trotz ihrer grundlegenden Bedeutung noch immer weitgehend unverstanden.
26.02.2019
Botanik | Mykologie
Globalisierung der Pflanzenverbreitung durch Pflanzen-Pilz-Symbiosen
In den letzten Jahrzehnten wurden weltweit tausende Pflanzenarten durch den Menschen verschleppt, wobei Inseln besonders anfällig für solche sogenannten Neophyten sind – eine "Globalisierung der Pflanzenverbreitung" durch den zunehmenden Handel.
14.02.2019
Ethologie | Neurobiologie
Werkzeug oder kein Werkzeug?
Flexibler Werkzeuggebrauch bei Tieren steht in enger Verbindung mit höheren mentalen Prozessen, wie zum Beispiel der Fähigkeit Handlungen zu planen.
07.02.2019
Taxonomie | Paläontologie | Vogelkunde
Älteste Körnerfresser entdeckt - Früheste Verwandte der Sperlingsvögel beschrieben
Senckenberg-Wissenschaftler Gerald Mayr hat gemeinsam mit US-amerikanischen Kollegen zwei neue fossile Vogelarten aus 50 MiIlionen Jahre alten Fossilfundstellen in Deutschland und Nordamerika beschrieben.
01.02.2019
Anthropologie | Genetik
Gentherapie macht taube Mäuse hörend
Hörverlust kann bislang nur mit Prothesen, wie Hörgeräten oder Cochlea-Implantaten, behandelt werden.
30.01.2019
Anthropologie
Gelähmte Hand wird durch Exoskelett wieder funktionsfähig
Mit einem neu entwickelten Hand-Exoskelett können Patienten ihre gelähmte Hand wieder bewegen. Das Exoskelett besteht aus einem zentralen Montagemodul sowie einzelnen, beweglichen Fingermodulen.
18.01.2019
Neurobiologie | Biochemie
Sehen was du fühlst
Gefühle, Motivation und Handlungen entstehen in unserem Gehirn.
08.01.2019
Zoologie | Ökologie | Neobiota | Fischkunde
Gekommen, um zu bleiben: Drachenwels aus Ostasien in der bayerischen Donau
Die bayerische Donau ist inzwischen Heimat für viele Fisch- und andere Tierarten, die ursprünglich nie dort vorkamen – sogenannte eingeschleppte Arten oder Neozoen.
17.12.2018
Paläontologie
Vegetarische Höhlenbären
Im Spätpleistozän (vor 125.000 bis 12.000 Jahren) lebten zwei Bärenarten in Europa: der Braunbär (Ursus arctos) und der heute ausgestorbene Höhlenbär (Ursus spelaeus s.l.).
12.12.2018
Zoologie | Mikrobiologie | Immunologie
Neue Testmethode verbessert Tuberkulose-Diagnose bei Nashörnern
Krankheiten wie Tuberkulose können für Wildtiere eine große Herausforderung darstellen.
29.11.2018
Anthropologie | Mikrobiologie
Gesundheitsrisiko Brille?
Kann ich mich an meiner eigenen Brille anstecken? Und wie sollte ich sie reinigen, um eine Infektionsgefahr gering zu halten? Brillen kommen häufig mit Händen und Haut in Berührung – doch über die mikrobielle Besiedlung dieser Alltagsgegenstände ist bislang kaum etwas bekannt.
15.11.2018
Mikrobiologie | Immunologie | Biochemie
Kampf gegen multiresistente Bakterien
Die hochwirksame Waffe Antibiotikum hat für Jahrzehnte erfolgreich bakterielle Infektionen bekämpft, doch jetzt verliert sie ihre Kraft.
08.11.2018
Immunologie | Biochemie
Nützliches vom Hallimasch
Pharmazeuten der Uni Jena entdecken bisher unbekannte Prozesse in Immunzellen bei der Bildung entzündlicher Botenstoffe und öffnen so Türen für neue Behandlungsstrategien von Entzündungen
19.10.2018
Zoologie
Mit zunehmendem Alter ähneln Affenkinder ihren Eltern
Wir wir Menschen, so identifizieren auch Tiere nahe Verwandte unter anderem anhand ihres Erscheinungsbildes.
25.09.2018
Botanik | Genetik | Evolution
Genomverdoppelung treibt Evolution von Arten voran
Pflanzen, die aus zwei Arten entstanden sind, haben einen duplizierten Chromosomensatz. Dies ermöglicht in der neuen Art grosse genetische Veränderungen und macht sie anpassungsfähiger verglichen mit ihren Elternarten. UZH-Forschende haben dies nun anhand der Schaumkresse nachgewiesen.
20.09.2018
Paläontologie | Biochemie
558 Mio. Jahre alte Fossilien anhand der Lipidmoleküle als älteste bekannte Tiere identifiziert
Ein internationales Wissenschaftlerteam untersuchte Lipidmoleküle in 558 Millionen Jahre alten Fossilienfunden der Gattung Dickinsonia.
18.09.2018
Anthropologie | Biochemie
Dufttherapie für das Haarwachstum
Menschliche Haarwurzelzellen besitzen Duftrezeptoren, und deren Aktivierung mit einem sandelholzartigen Duft kann die Lebensdauer von Haaren verlängern.
10.09.2018
Botanik | Mikrobiologie | Ökologie
Wann Pflanzen und Mikroorganismen kooperieren oder konkurrieren, um an Nährstoffe zu kommen
Je nach Düngung unterschiedliche Reaktion - Pflanzen und Mikroorganismen haben sehr unterschiedlichen Bedarf an Nährstoffen: Pflanzen brauchen relativ gesehen mehr Stickstoff, während Mikroorganismen eher Phosphor benötigen.
31.08.2018
Anthropologie | Biochemie
Wider dem ständigen Hunger
Ein pflanzlicher Wirkstoff aus der chinesischen Medizin zeigt vielversprechende Ergebnisse bei der Gewichtsreduktion.
29.08.2018
Genetik | Taxonomie
Literweise Erbgut: Teichwasser verrät Tropen-Frösche
Wenn ein Frosch in einen Teich hüpft, hinterlässt er dabei unweigerlich Spuren seines Erbguts.
22.08.2018
Botanik | Genetik
Warum sich Bäume Gene "ausborgen"
Alle Tier- und Pflanzenarten sind auf genetische Vielfalt angewiesen, um sich an lebensbedrohliche Umweltänderungen anpassen zu können.
30.07.2018
Zoologie | Ethologie | Parasitologie
Lemuren behandeln Magen-Darm-Beschwerden mit Tausendfüßlern
Madagassische Rotstirnmakis kauen auf Tausendfüßlern, um Darmparasiten loszuwerden
19.07.2018
Ethologie | Ökologie | Primatologie
Mangaben-Affen profitieren davon, dass Schimpansen und Schweine harte Nüsse knacken können
Ein internationales Forscherteam um Karline Janmaat von der Universität Amsterdam und dem Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig beschreibt erstmals, dass sich Mangaben-Affen, Perlhühner und Eichhörnchen energiereiche Nussreste sichern, die Schimpansen und Flussschweine nach dem Nussknacken zurücklassen.
12.07.2018
Zytologie | Biochemie
Neue Steuerung der Zellteilung entdeckt
Wenn eine Zelle sich teilt, werden sämtliche ihrer Bestandteile gleichmässig auf die Tochterzellen verteilt.
12.07.2018
Ethologie | Primatologie
Affen passen Fellpflege an soziales Umfeld an
Eine Studie belegt, dass freilebende Schimpansen und Rußmangaben, zwei Primatenarten, die in komplexen sozialen Gruppen leben, ihre Fellpflegepartner anhand einer Vielzahl von Kriterien auswählen.
29.06.2018
Ökologie | Meeresbiologie
Ein Korallenbohrkern beweist: Im Pazifik sinkt der pH-Wert
Ozeane nehmen mehr als 40% des vom Menschen verursachten Treibhausgases CO2 aus der Atmosphäre auf.
28.06.2018
Evolution
Die Evolution des Hodens - Molekulare Rudimente lösen Rätsel um Hodenposition bei Säugetieren
Wale ohne Beine, Menschenaffen ohne lange Schwänze – im Laufe der Evolution kommt es immer wieder zum Verlust von anatomischen Merkmalen.
28.06.2018
Botanik | Genetik | Taxonomie
Die Ananas-Familie - Genetik entschlüsselt Verwandtschaftsverhältnis der Südfrucht
Senckenberg-Wissenschaftler haben mit verschiedenen genetischen Methoden die Verwandtschaft der Ananas untersucht.
22.06.2018
Anthropologie | Neurobiologie
Aus-Schalter für Nebenwirkungen
Opioide sind starke Schmerzmittel, die eine Reihe schädlicher Nebenwirkungen haben und zu Abhängigkeit führen können.
12.06.2018
Ökologie | Biochemie
SOLUTIONS – für eine bessere Wasserqualität europäischer Flüsse
Viele europäische Flüsse enthalten Chemikalien-Cocktails, die Algen und Wassertieren nicht gut bekommen.
11.06.2018
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Was steckt hinter der Angst - Neuronale Schaltkreise identifiziert
Laut Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO leiden beinahe zehn Prozent der Bevölkerung an Angst und/oder Depression.
23.05.2018
Botanik | Ökologie
Tropische Torfsümpfe: Renaturierung gefährdeter Kohlenstoffspeicher
Wissenschaftler der Universität Göttingen und des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT) haben anhand von paläoökologischen Untersuchungen erstmalig herausgefunden, in welchem Zeitraum sich tropische Torfwälder nach einer Störung erholen können.
15.05.2018
Ökologie | Biodiversität
Die neue „Seidenstraße“ bringt Herausforderungen und Chancen für den Erhalt der Biodiversität
Die chinesische Regierung plant, ein neues weltweites Handels- und Logistiknetzwerk zu etablieren.
10.05.2018
Mykologie | Zoologie | Genetik
Amphibien-Killer-Pilz stammt aus Asien: Genetische Untersuchungen klären Herkunft
Der Pilz Batrachochytrium dendrobatidis, von Experten kurz „Bd“ genannt, dezimiert Amphibienbestände in der ganzen Welt.
08.05.2018
Ökologie | Paläontologie | Evolution | Insektenkunde
Bernsteinfossilien: Vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen
Senckenberg-Wissenschaftlerin Mónica Solórzano Kraemer hat gemeinsam mit einem internationalen Team die Aussagekraft von Bernsteinfossilien für die Rekonstruktion vergangener Ökosysteme überprüft.
04.04.2018
Paläontologie | Evolution
Mit dem Vierten sieht man besser: Vieräugiges fossiles Reptil entdeckt
Senckenberg-Wissenschaftler haben mit einem internationalen Team den Nachweis für eine vieräugige Echse erbracht.
27.03.2018
Ökologie | Biodiversität
Weltbiodiversitätsrat verabschiedet ersten Zustandsbericht für Europa & Zentralasien
Die Biodiversität in Europa und Zentralasien hat einen enorm hohen Wert für die Region, aber schwindet Jahr für Jahr.
27.02.2016
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Mutter-Kind-Kommunikation bei Schimpansen
Sprache wird bei uns Menschen mit Hilfe der Hände erlernt. Aber auch in der Kommunikation von Menschenaffen spielen Gesten eine große Rolle.
13.12.2015
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Zwei neue geophagine Buntbarscharten entdeckt und beschrieben
Fernab des gut untersuchten Mitteleuropas können hin und wieder noch neue Wirbeltiere entdeckt werden. Die jüngste Neubeschreibung zweier Arten gelang nun anhand von geophaginen Zwergbuntbarschen aus entlegenen Gebieten des Amazonas-Systems in Peru.
04.11.2015
Ethologie | Ökologie
Warum graben Tiere Wasserlöcher in Flussnähe?
Berliner Wissenschaftler zeigten im Ruaha-Nationalpark in Tansania, Afrika, dass Wildtiere in den Trockenperioden bereits dann Wasserlöcher graben, wenn noch Wasser im Flussbett vorhanden ist.

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